Wanderwissen in vier Punkten.

Das Thema Sonnenschutz in den Bergen haben wir bereits abgehakt. Ebenso, wie man sich der Wetterlage entsprechend kleidet und verhält. Einige wichtige Themen fehlen aber noch, bevor wir euch guten Gewissens auf die Schweizer Bergwelt loslassen können.

von
Regula Buff
Verkaufsberatung

#1 Ich packe in meinen Rucksack …


Ja, was denn eigentlich? Und was gehört wohin? Diese Fragenkennen viele Wandervögel, insbesondere die Gelegenheits-wandernden. Dabei ist das alles gar nicht so kompliziert. Erst einmal sortieren wir unser Gepäck nach Wichtigkeit undGewicht. Leichte Gegenstände, die nicht wichtig sind, res-pektive du nur eventuell brauchst, kommen zuunterst. Wechselkleidung, beispielsweise. In die Mitte des Rucksacks kommen schwerere Gegenstände wie die Lunchbox – je schwerer, desto näher an den Rücken. Zuoberst schliessen wir das «Gepäcksandwich» wieder mit einer leichten Schicht ab. Diesmal aber mit wichtigen Gegenständen wie Regen­jacke oder Notfallapotheke. Damit kommen wir auch schon zur Packliste:
  • Wechselkleider
  • Funktionskleider
  • Navigationsmaterial
  • Proviant (inkl. Trinken)
  • Sonnenschutz
  •  Erste-Hilfe-Set
  • Voll geladenes Handy

#2 Steil gehen und viel trinken.

Wie bei jeder anderen körperlichen Betätigung ist auch beim Gipfelstürmen eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr essenziell. Was das genau heisst, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich – und ausserdem von Temperatur, Schwere­grad der Wanderung und, und, und abhängig. Trotzdem kann man sich als Richtwert merken: Pro Stunde Wandern wird empfohlen, zwischen 0,33 und 0,55 Liter zu trinken. Am besten eignen sich hierzu leicht zuckerhaltige Getränke wie verdünnte Fruchtsäfte oder gesüsster Tee – damit diese auch kalt (oder warm) bleiben, am besten in eine Chilly-Flasche füllen.

#3 Blasen? Nein danke.

Wenn der Schuh drückt – oder zu locker sitzt – wird aus der Tour schnell einmal eine Tortur. Deshalb lohnt es sich, ein paar Minuten mehr in die Schnürung zu investieren, sie ge­legentlich zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Geheimtipp: Versuch's mal mit zwei Schnürzonen – so kannst du den Druck auf Schaft und Spann individuell regulieren. Beim Aufstieg empfiehlt es sich, den Spann stärker und den Schaft lockerer zu schnüren – beim Abstieg gilt das Gegenteil.
Diese Infos kommen für dich zu spät? Wir helfen gerne trotzdem weiter: 

#4 Mit Stock über Stein.

Der richtige Stockeinsatz ist nicht nur im Winter ein Thema in den Bergen – immer mehr Leute entdecken nun auch die vielen Vorteile, die Wanderstöcke mit sich bringen, für sich. Dazu muss allerdings gesagt sein: Vorteile hat nur, wer sie auch richtig einzustellen und -setzen weiss. Darum sei dies hier im Schnelldurchlauf erläutert. Die Stöcke sind gene­rell so einzustellen, dass in den Ellbogen stets ein rechter Winkel ist – heisst: tendenziell kürzer beim Auf- und länger beim Abstieg. Ein beliebter Fehler geschieht übrigens beim Greifen des Stocks: Viele fädeln die Schlaufe nämlich einfach von oben ein. Richtigerweise müsste man von unten durch die Schlaufe greifen, so dass man selbst mit lockerer Hand Druck auf den Stock ausüben kann. Ein weiterer wichtiger Punkt: bei Passagen mit Seilen die Stöcke unbedingt am Rucksack ver­stauen, da sie hier mehr Gefahr als Unterstützung darstellen.

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