UV-Schutz mit Kleidung: Schutz von Kopf bis Fuss

So schön es ist, ein wenig Sonne zu tanken, so gut muss man dabei auch aufpassen, um sich nicht zu schaden. Doch wovor genau muss man sich schützen? Und wie kann einem UV-Kleidung dabei helfen? Hier liefern wir Antworten und passende Kleidungsstücke.

von
Riana Zeller
Kundendienst

UV-Strahlung einfach erklärt

Die Sonne ist eine Quelle für Strahlung unterschiedlicher Art. Nebst dem sichtbaren Licht gehören dazu auch die unsichtbare UV-Strahlung sowie die Infrarot-Strahlung. Während die Infrarot-Strahlung in Form von Wärme wahrgenommen wird, ist UV-Strahlung weder sicht- noch spürbar.
Zwar besteht nur rund fünf Prozent der Sonnenstrahlung aus UV-Strahlung, aber bei diesen fünf Prozent handelt es sich um die energiereichste, die durch die Sonne verursacht wird.

UV-Strahlung lässt sich je nach Wellenlänge weiter in verschiedene Arten unterteilen: UVA-, UVB- und UVC-Strahlung. Die beiden letzteren sind zwar sehr energiereich, werden aber komplett (UVC) beziehungsweise zu 90 % (UVB) von der Atmosphäre abgefangen. UVA-Strahlung hingegen passiert diese komplett und dringt auch am tiefsten – bis zur Lederhaut – in den menschlichen Körper ein. Dabei bräunt sie die Haut, lässt sie aber auch altern. UVB-Strahlen passieren die Oberhaut zwar nicht, sorgen dafür aber für Sonnenbrand

Die Schattenseiten der Sonne: warum UV-Strahlung schädlich ist

Nebst der typischsten und offensichtlichsten «Nebenwirkung» der Sonne, dem Sonnenbrand, sorgt UV-Strahlung jedoch auch für weiteren Schaden: Dazu zählen beschleunigte Hautalterung sowie mögliche Schäden an der DNA.
Auf Dauer begünstigt die UV-Strahlung die Entwicklung von Hautkrebs. Ausserdem ist jeder Kontakt mit UV-Strahlung ein Stressfaktor für den Körper; denn durch die «Reparatur» der beschädigten Zellen ist das Immunsystem anderweitig beansprucht, was die Anfälligkeit für Infektionen aller Art während mehrerer Tage erhöht.

Im Jahr 2022 erkrankten in der Schweiz 3'100 Menschen an schwarzem Hautkrebs, 25'000 an hellem Hautkrebs. Der schwarze Hautkrebs, der besonders gefährlich ist, ist mittlerweile der fünfthäufigste Krebserkrankung in der Schweiz. In den letzten 30 Jahren hat sich die Hautkrebsrate in der Schweiz mehr als verdoppelt..

UV-Schutz mit der passenden Kleidung: so gelingt’s

Der beste Schutz vor der schädlichen Strahlung liegt auf der Hand: Man setzt sich ihr gar nicht erst aus. Das gewährleistet im Freien nebst Schatten die richtige Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt – von Kopf bis Fuss. Denn jedes Kleidungsstück schützt vor UV-Strahlung.
Wie hoch der UV-Schutz ist, ist abhängig von der Gewebedichte. Es gilt: je dichter gewebt, desto besser der Schutz. Inzwischen gibt es auch UV-Kleidung, die explizit einen Lichtschutzfaktor (LSF) ausweist. Wie bei der Sonnencreme gilt auch bei der UV-Kleidung: Nässe durch Schweiss oder Wasser beeinflussen die Schutzfunktion genauso wie, wenn die Kleidung durch Bewegung gedehnt wird.
Hier findest du einige Kleidungsstückte zum Schutz vor Sonnenstrahlung – für Herren, Frauen und Kinder:

Der passende Sonnenschutz für den Kopf

alle Kopfbedeckungen entdecken

UV-Kleidung für den Oberkörper

Leichte, lange Hosen schützen die Beine

Geschlossene Schuhe als UV-Schutz für die Füsse

Nicht verdeckte Hautstellen sollte man eincremen – und zwar bevor man sich der Sonne aussetzt. So hat der Sonnenschutz Zeit, einzuziehen und seine Wirkung voll zu entfalten.

Wissenswertes rund um UV-Schutz und -Strahlung

Die Stärke der UV-Strahlung ist abhängig von der Tages- und Jahreszeit: Im Sommer und zum Sonnenhöchststand – in den Mittagsstunden von 11 bis 15 Uhr – ist die Strahlenbelastung am intensivsten. Ausserdem nimmt sie mit zunehmender Nähe zum Äquator zu. Ein weiterer Faktor, der die UV-Strahlung verstärkt, ist Höhe – im Schnitt nimmt die Stärke pro 1000 Meter über Meer um 10 Prozent zu. Auch eine reflektierende Umgebung hat Einfluss auf die Belastung der Haut: Im Schnee nimmt die Strahlung demnach um 40-90 Prozent, im oder am Wasser um 10-30 Prozent und im Sand um 5-25 Prozent zu. Wolken und Partikel in der Luft (z.B. Luftschadstoffe) mindern die Gefährlichkeit der Strahlung, beseitigen sie jedoch nicht komplett. Fazit: Zu viel Sonne birgt immer ein Risiko – egal ob Sommer, Winter, am Meer, in den Bergen, bei blauem Himmel oder wenn es bewölkt ist.

Je höher der Sonnenschutzfaktor, desto länger schützt die Sonnencreme vor einem Sonnenbrand – das weiss jedes Kind. Doch was es genau mit dem Sonnenschutzfaktor auf sich hat, wissen wohl die wenigsten. Der Sonnenschutzfaktor, auch Lichtschutzfaktor genannt, ist der Faktor, um den sich der natürliche Schutz vor Sonne nach dem Auftragen der Sonnencreme verlängert. Je nach Hauttyp verfügt man über einen unterschiedlich starken natürlichen Schutz vor Sonnenstrahlung. Der hellste Hauttyp verbrennt sich bereits nach 3-10 Minuten, der mittlere Hauttyp nach 20-30 Minuten. Dunkle Haut verfügt über einen natürlichen Schutz von über 90 Minuten. Mit einem Lichtschutzfaktor von 30 erhöht sich der Schutz beim hellsten Hauttyp um den Faktor 30 – also zwischen 90 und 300 Minuten. Beim mittleren Hauttyp und einer Sonnencreme mit LSF 50 ergibt sich ein Schutz von 1'000 bis 1'500 Minuten. Diese Berechnung gilt aber nur für Erwachsene. Die Haut von Kindern ist deutlich empfindlicher und sollte mit einer Sonnencreme mit sehr hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+) geschützt werden. Zudem ist regelmässiges Nachcremen vorausgesetzt – vor allem wenn man schwitzt oder Baden geht. Sonnencreme ist mit einem Lichtschutzfaktor von 6-10 (niedriger Schutz) bis 50+ (sehr hoher Schutz) erhältlich. Oftmals wird der Lichtschutzfaktor mit der Abkürzung LSF angegeben oder der englischen Abkürzung UPF (Ultraviolet Protection Factor)

Im Grundsatz schützt jedes Kleidungsstück vor UV-Strahlung. Die Höhe des UV-Schutzes hängt primär von der Dichte und dem Typ des Gewebes ab. Je dichter, desto besser der Schutz. Zudem gibt es auch Kleidung, die speziell für den UV-Schutz, z.B. fürs Schwimmen oder für Touren in den Bergen, entwickelt wurde. Auch bei uns im Onlineshop oder in den Filialen findest du UV-Kleidung, die über spezielles Material verfügt, das vor Strahlung schützen soll. Spezielle UV-Kleidung wird getestet und verfügt über ein UV-Schutz-Siegel. Dabei gibt es je nach Weltregion unterschiedliche Normen: die australisch-neuseeländische Norm, die europäische Norm EN 13758 und das weltweite Siegel des UV-Standard 801.

Zum Schluss noch ein Beratungstipp von Ramona, Filialleitung Stv. Aadorf.

«UV-Strahlung ist nicht nur für die Haut schädlich – auch Kleidung kann darunter leiden. Deshalb meine Empfehlung, damit du länger Freude an deinen Lieblingsstücken hast: Lass deine Kleidung nicht an der Sonne trocknen. Wer sich jetzt schon darüber freut, einen Tumbler zu haben, dem sei gesagt: Auch dieser bleicht deine Kleidung leider aus. Ebenfalls vermieden werden sollte – zumindest, wenn man einer alten Bauernregel Glauben schenken mag – das Aufhängen der Kleider bei Vollmond.»

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