Laufen im Winter – so trainiert Dario Cologna in Davos.
Tipps und Empfehlungen des vierfachen Olympiasiegers für alle motivierten Läufer, die auch bei Kälte, Nässe und Dunkelheit in die Laufschuhe steigen.
von
Werner Ledergerber
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Vier olympische Goldmedaillen, viermal die Tour de Ski und einmal die Gesamtwertung des Skilanglauf-Weltcups hat Dario Cologna in seiner Karriere gewonnen. Damit ist der Bündner einer der erfolgreichsten Langlauf-Athleten weltweit und zählt zu den ganz Grossen im Schweizer Sport.
Nach seinem Rücktritt aus dem Profisport im Jahr 2022 ist der Davoser vermehrt mit Laufschuhen statt Skiern an den Füssen unterwegs. Schon immer begeistert für den Laufsport, hatte sich Dario Cologna das Ziel gesetzt, einen Marathon unter 2:30 h zu laufen. Wenig überraschend, überquerte der Ausnahmeathlet gleich bei seiner Marathonpremiere in Berlin nach 2:28:35 h die Ziellinie.
Die neuen Trainingseinheiten absolviert der Bündner, wie auch sein Langlauftraining, vor allem im anspruchsvollen Gelände in der Umgebung von Davos. Gerade im Winter gestaltet sich das aufgrund von Kälte, Nässe und Dunkelheit nicht immer einfach. Wie Dario Cologna seine Trainings erfolgreich und sicher bestreitet, verrät er Zubi exklusiv:
«Es gibt für mich fünf Dinge, die entscheidend sind, damit ich auch bei herausfordernden Bedingungen gut trainieren kann.»
Ob früher als Profi- oder heute als ambitionierter Hobbyathlet, ich gehe nie unvorbereitet in ein Training. Meine Route plane ich so, dass sie die richtige Länge und Intensität hat, aber auch an die Witterungsbedingungen angepasst ist. Das bedeutet zum Beispiel: keine gefährlichen Trails bei Nässe und keine neuen Routen für einen Nachtlauf.
Gerade, wenn es dunkler, nass, schlammig oder gar eisig wird, sind die richtigen Schuhe entscheidend. Stabile Trailrunning-Schuhe mit einem griffigen Profil und einem stabilen Obermaterial machen jeden Trail trittsicherer. Mein Favorit ist der Hierro v8 von New Balance. Vor allem die Vibram-Aussensohle lässt mich auch in anspruchsvollem Gelände sorglos unterwegs sein. Der Schuh gibt mir nicht nur Sicherheit, sondern er bietet auch tollen Komfort und dämpft die Schläge beim Bergabrennen. Zudem gibt es den Hierro v8 als Gore-Tex-Variante, in welcher meine Füsse auch bei Schnee oder Regen immer trocken bleiben.
Auf kurzen Läufen bin ich gerne so leicht wie möglich unterwegs, aber bei Trainings, die über eine Stunde dauern, ist es wichtig, sich vor der Witterung zu schützen. Ansonsten unterkühlt der Körper und wird weniger leistungsfähig. Das kann in extremen Fällen sogar gefährlich werden. Deshalb greife ich zu wetterfester, aber trotzdem atmungsaktiver Kleidung von der Marke Dæhlie.
Wenn die Tage kürzer werden, darf auch die Stirnlampe nicht fehlen. Hier ist meine Devise, nichts zu riskieren. Heute gibt es spezifische Stirnlampen fürs Running, welche so leicht sind, dass man sie kaum bemerkt.
Auf abgelegenen Strecken habe ich immer etwas Notfallproviant dabei, aus Sicherheitsgründen und um einen allfälligen Hungerast zu vermeiden. Hydration ist sogar noch wichtiger. Deshalb nehme ich auf längeren Läufen, auch im Winter, immer etwas zu trinken mit.