Ein Goldener-Zubi-Austausch.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber der Lernendenaustausch zwischen Zubi und Goldener, der nun schon zwei Jahre mit überzeugenden Resultaten glänzte, der ist definitiv goldig! Darum starten die beiden 2023 damit in die dritte Runde.

von
Corina Heeb
Verkaufsberatung | Berufsbildnerin
Zwei Lernende im zweiten Lehrjahr tauschen ihre Ausbildungsplätze für zwei Wochen – das ist das bewährte Prinzip des Lernendenaustauschs, den der Sport- und Freizeitanbieter Zubi vor drei Jahren gemeinsam mit der Goldener Mode AG ins Leben gerufen hat. Die erfolgreiche Partnerschaft basiert nicht nur darauf, dass beide Unternehmen Jahr für Jahr erfolgreich Detailhandelsfachleute EFZ ausbilden, sondern auch auf der wertebasierten Übereinstimmung als Familienunternehmen aus dem Appenzellerland. Trotz ihrer Gemeinsamkeiten sind sie branchenbedingt völlig unterschiedlich, und genau darin liegt der Mehrwert dieses Austauschs.

Kleider sind Kleider – oder etwa nicht?

Ronja Knechtle, eine Lernende von Zubi, erlebte während ihres Ausflugs in die Modebranche einen vollkommen neuen Ansatz für Beratungsgespräche. Während die meisten Zubi-Kunden Funktionalität priorisieren, steht bei Goldener das äussere Erscheinungsbild im Vordergrund. Diese Unterschiede sind auch Maria Rusch, die Ronja in ihrem Ausbildungsplatz besucht, nicht entgangen. Die Beratungsgespräche bei Goldener sind tendenziell länger, da Formen, Farben und Schnitte individuell für jede Person beurteilt werden müssen. Bei Zubi hingegen sind Passqualität und Funktionalität der Sport- und Freizeitartikel ausschlaggebend. Dies führt dazu, dass die Kundenberatung bei Goldener oft bis zu zwei Stunden dauern kann, während dies bei Zubi eher die Ausnahme ist.

Vom Messestand in die Realität – und zum Erfolg.

Nicht nur die Beratungsstile, sondern auch Geschäftsprozesse und Aufgabenfelder unterscheiden sich bei Goldener und Zubi. Sei es der grosse Online-Shop von Zubi oder die Betreuung der Social Media durch die Lernenden bei Goldener – diese Unterschiede ermöglichen den Auszubildenden wertvolle neue Erfahrungen und einen Einblick in ihren Ausbildungsberuf aus einer anderen Perspektive. Ein Mehrwert nicht nur für die Lernenden, sondern auch für ihre Ausbildungsbetriebe und letztendlich für den Detailhandel. "Was als Idee an einem Messestand auf der HEMA begann, ist nun zu einem erfolgreichen und attraktiven Konzept geworden", resümiert Melanie Dähler-Goldener. Annina Meister, Assistentin der Geschäftsleitung von Zubi, ergänzt: "Die Auszubildenden erhalten Einblick in eine neue Branche, erleben unterschiedliche Arten von Beratungsgesprächen und arbeiten mit anderen Prozessen. Das ist ein echter Mehrwert während der Ausbildung." Die beiden Frauen sind sich auch einig, dass das Projekt den Austausch zwischen den beiden Unternehmen fördert und wertvolle Synergien schafft. Eines der Ziele des Projekts ist es, dass die jungen Berufsleute nach ihrer Lehre in der Detailhandelsbranche bleiben – vielleicht sogar in einem anderen Betrieb oder einer anderen Branche.

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