Samuel Giger und Zubi. Zusammen mehr.

von
Diana Anhorn
Filialleitung Kreuzlingen
Er gehört zu den Besten seines Fachs. Samuel Giger. 24 Jahre. 1 Meter 94 gross und mit 123 Kilo eine richtige Maschine. Der Ostschweizer brilliert im Schwingen und tritt schon bald am Eidgenössischen an und kämpft um den Siegeskranz. 
Schwingen ist eine urschweizerische Sportart. Bei diesem Zweikampf im Sägemehl steigen Männer – und neuerdings auch Frauen «in die Hose». Das Gegenüber muss durch Schwünge, Beinarbeit, Kraft und eine ausgefeilte Technik zu Boden gezwungen werden. Man fasst sich an einer kurzen Überhose mit Ledergurt – der Schwinghose aus Zwilch – und lässt sich bis zum Entscheid nicht mehr los. Wer mit den Schulterblättern oder dem Rücken den Boden berührt, liegt platt und hat verloren. Soweit die platten und wohltemperierten Fakten. Aber dieser Sport ist alles andere als platt. Denn die Besten des Fachs nennt man nämlich «die Bösen». Das wiederum stimmt aber nicht. Oder sagen wir’s so: Nicht wirklich. Die Sportler kämpfen hart, aber fair und begegnen sich mit grossem Respekt. Jedes Schwingen beginnt und endet mit einem Handschlag. Und wer gewinnt, der putzt dem Unterlegenen das Sägemehl vom Rücken. Das nennen wir doch mal Fairplay.

Von unechten Kränzen für echte Kämpfer

So genau weiss man nicht, seit wann wir in der Schweiz schwingen. Sicher aber geht der Hosenlupf zurück bis ins 13. Jahrhundert. Es ist eben nichts Neues, dass die Starken eben wissen wollen, wer der Stärkste ist. Vordergründig ging es bim Schwingen um ein Schaf, ein Stück Salami oder um einen Sack Kartoffeln. Aber eigentlich geht es beim Schwingen von jeher nur um eines: den Siegeskranz! Ganz besonders begehrt sind die Bergkränze und der Kranz am Eidgenössichen Schwingfest. 
Heute gehört das Schwingen zur Schweiz wie die Rösti zur Schwägalp. Immer grösser werden die Schwingfeste, immer populärer der Sport. Selbst die Jungen aus den Städten scheinen sich dafür zu begeistern. Und wie gesagt. Auch die Frauen kämpfen Jahr für Jahr um Kränze und letztlich darum, auf dem Schwingerthron zu sitzen. So sind die lokalen «Alpschwingete» über Jahrzehnte zu bedeutenden Grossanlässen angewachsen. Und schon bald steht das diesjährige Eidgenössiche Schwingfest an. Da misst sich auch Samuel Giger mit anderen Bösen. Der Ostschweizer Schwinger Samuel Giger zählt schon 46 Kränze und schwingt sich, wie es scheint, von einem zum nächsten weiter. Wir von Zubi gehen auf alle Fälle gern mit Samuel und wünschen ihm «guet Schwung». 
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Fanartikel von Samuel Giger

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