Das 3x3 des Zwiebelprinzips

Drei Schichten, drei Faktoren: Worauf du bei deinem Outdoor-Outfit achten solltest.

von
Nadja Frei
Verkaufsberatung / Kundendienst
Eigentlich kennen wir die Idee der Schichtenkleidung seit wir Kinder sind. Schon Mama hat einen vor jeder Schulreise erinnert, verschiedene Schichten mitzunehmen. Doch mit der technisch ausgeklügelten Entwicklung von Faserpelzen und Regenjacken wurde das Angebot an Funktionskleidung im Outdoorbereich riesig und oft verliert man sich in der Auswahl und fragt sich:

Was brauche ich wirklich?

Das Prinzip der 3 Schichten

In aller Regel ist die Rede von drei Schichten. Im Neudeutschen sprechen wir hier von Layers: Die Baselayer (1. Schicht) bildet die Basis und liegt direkt auf der Haut - das sind Funktionsunterwäsche und Thermo-Shirts. Die Midlayer (2. Schicht) ist wärmend oder isolierend: Hier nehmen wir beispielsweise Fleecepullis oder auch Daunenjacken zur Hand. Die Toplayer (3. Schicht) schützt vor Wind und Wetter – wie beispielsweise Soft- oder Hardshell-Jacken.

Welche Schicht kommt wann zum Zug?

Bei der Entscheidung, was du wann trägst, kommt es primär auf die Jahreszeit an: Im Winter trägst du als Baselayer eher Merinoshirts und vielleicht sogar Thermoleggins unter dem Skianzug. Im Sommer reicht ein Top aus Baumwolle-Synthetik-Gewebe. Dasselbe gilt beim Midlayer: Gfrörli tragen im Winter eher eine Isolationsjacke, anderen reicht ein leichter Fleece-Hoody. Im Sommer ist die Midlayer oft ein leichter und atmungsaktiver Synthetik-Baumwolle-Sweater. Die Toplayer dient gegen äussere Einflüsse wie Regen, Wind oder Schnee. Beim Skifahren also eher eine Hardshelljacke, beim Wandern im Sommer eine leichte Windjacke mit GTX-Mebrane, damit sie auch vor Nässe schützt.

Die 3 entscheidenden Faktoren bei der Outfit-Zusammenstellung

I. Aktivitätslevel Was hast du vor? Ein gemütlicher Winterspaziergang oder eine schweisstreibende Runde auf der Langlaufloipe? Eine Wanderung in die alpinen Höhen oder eine kleine Velotour zu Freunden und zurück? Die Intensität der Aktivität entscheidet, wie warm die Schichten sein müssen.
II. Jahreszeit Als Faustregel gilt: Im Winter lieber einen Midlayer zu viel dabei, im Sommer darfst du gerne auch fröstelnd starten. Je aktiver das Vorhaben, desto praktischer ist es mit multiplen Schichten spielen zu können.
III. Witterung Outdoor-Aktivitäten willst du vorbereitet starten. Heisst: die meteorologischen Veränderungen im Verlauf der nächsten Stunden abklären ist Pflicht. Die passenden Schichten dabei haben ist die Kür.

Baselayer – feuchtigkeitsregulierende Unterwäsche

Das Material der Basisschicht ist idealerweise aus Naturfasern wie Merinowolle oder ein Gemisch aus Baumwolle und Kunstfasern. Wichtig ist, dass sie sich angenehm auf der Haut anfühlt. Die Basisschicht sollte helfen, das Körperklima zu regulieren und nicht Hitze und Schweiss stauen lassen.

Midlayer – atmungsaktive Isolationsschicht

Das Material der zweiten Schicht sollte leicht sein und wärmen. Im Sommer ist diese Schicht oft schon die äusserste Schicht. Isolierend, gleichzeitig atmungsaktiv sind Fleece-Hoodies und Isolationsjacken mit Kunstfaserfüllung oder Daunen. Für Menschen, die beim Sporttreiben stärker schwitzen, sind Kunstfasern oft geeigneter, da sie schneller trocknen als Daunen.

Fleece-Hoodies

Isolationsjacken

Toplayer – wasserdichte Schutzschicht

Bei der Wahl der äussersten Schicht empfehlen wir grundsätzlich eine wasserfeste Jacke. Je nach Saison wählen Sie eine Hardshell- oder Softshelljacke. Je weicher das Material, desto mehr Bewegungsfreiheit. Auf der Piste bist du um eine wärmere und schwere Hardshell-Jacke dankbar, beim Skaten auf der Loipe brauchst du die Arme und eine flexible Softshell ist hier wohl passender.

Softshelljacken

Hardshelljacken

Fazit: Das brauchst du wirklich

  1. Je mehr Schichten, desto flexibler bist du. Heisst: Lieber mehrere leichte Lagen als eine dicke Jacke, mit der du wenig Spielraum hast.
  2. Schlussendlich entscheidet die Bewegung der Aktivität, die du vorhast. Je höher die Wahrscheinlichkeit, dass du ins Schwitzen kommst, desto wichtiger ist die richtige Wahl des Materials. Achte hier auf atmungsaktive Schichten.
  3. Das Ziel ist es, schnell auf Temperatur- und Wetterschwankungen reagieren zu können. Darum ist Mamas Rat «ein Ersatzshirt oder -pulli mitnehmen» auch heute noch Gold wert.

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